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Das, was den Ort Hohenaverbergen so attraktiv macht, ist seine schöne landschaftliche Lage. Hier in Hohenaverbergen gibt es alles: das Allertal im Westen, die Höhenrücken der Geest im Osten, die Niederung Drommelbeck nördlich der Ortslage, den Bickberg im Süden und Dünen und Waldbestände im Südosten. Während das Allertal weniger als 20 m über NN liegt, erreicht der Lohberg eine Höhe von 46 m über NN.

Die Spuren menschlicher Besiedlung gehen in Hohenaverbergen auf frühgeschichtliche Zeit zurück. Nach der letzten Eiszeit kamen zunächst nicht-sesshafte Jäger und Sammler in die Region. Erste Wohnsitze sind aus der Steinzeit (ca. 8000 bis 4000 v. Chr.) bekannt. Zahlreiche Hügelgräber belegen die frühe Siedlungstätigkeit. Besondere Aufmerksamkeit verdient eine früheiszeitliche Kultstätte im Dalsch, die auch zu besichtigen ist.

Es wird davon ausgegangen, dass es bereits im 8. Jahrhundert eine vorfränkische Ansiedlung am Rande der Aller- und Lehrdeniederung gab. Die Ortschaft Hohenaverbergen geht jedoch auf eine Ansiedlung weniger Hofstellen aus dem Mittelalter zurück. Die Ortsnamen weisen jeweils auf die Lage auf einer Anhöhe hin. Das Dorf wurde 1320 „Honoverbergen“, später um 1385 „Hogenoverberge“, um 1548 „Hogen Averbergen“ und seit 1600 „Hohenaverbergen“ genannt.

Um 1600 zählte das Dorf 22 Feuerstellen, die im Süden der heutigen Ortschaft lagen. Angesichts der bereits erläuterten geografischen Lage konnte eine Erweiterung der Siedlung gegen Ende des 18. Jahrhunderts nur nach Norden erfolgen. So entstand die charakteristische Nord-Süd-Ausdehnung Hohenaverbergens. Der heute als Unterdorf bezeichnete Ortsteil im Norden hieß seinerzeit „Drommelbeck“. Dort befand sich eine Wegegeldeinnahmestelle mit Schlagbaum. In diesem Ortsteil siedelte sich auch seit Anfang des 20. Jahrhunderts Handwerk, Handel und Gewerbe an.

Die Grundversorgung der Dorfbewohner ist hier glücklicherweise durch einen Edeka-Markt mit Postzweigstelle und KSK-Zweigstelle gesichert. Es gibt eine Tankstelle mit Autowerkstatt und ein Fahrradgeschäft.

Familienfeste können im Gasthaus „Zum Drommelbeck“ gefeiert werden. Ein bedeutender Gewerbebetrieb ist die Firma Seba-Borco-Höhns, dabei handelt es sich um ein Unternehmen der Borco-Höhns-Gruppe. Am Standort Hohenaverbergen fertigen ca. 60 Mitarbeiter Verkaufsgeräte, Verkaufsfahrzeuge und Pavillions aller Art, die europaweit Absatz finden.

Die Landwirtschaft ist als ursprünglich dominierender Wirtschaftszweig immer mehr in den Hintergrund getreten. 1983 gab es noch 17, 1995 noch 12 landwirtschaftliche Betriebe. Heute gibt es in Hohenaverbergen drei Haupterwerbsbetriebe und zwei Nebenerwerbsbetriebe. Der Prozess des Strukturwandels ist weitgehend abgeschlossen.

Am 10. November 1883 pflanzten Hohener Bürger anlässlich seines 400. Geburtstages die Luther-Eiche, die noch heute den Platz in der Mitte des Oberdorfes bestimmt. Ein Gedenkstein mit der Inschrift „Gottes Werk und Luthers Lehr vergehen nie und nimmermehr“ erinnert an dieses Ereignis. In unmittelbarer Nähe, also am südlichen Ende der Dorfstraße befindet sich die 1970 erbaute Kapelle, die im Jahre 2003 im Rahmen der Dorferneuerung durch einen schmucken Glockenturm vervollständigt wurde.

In den 20er Jahren wurden am Fuße des Lohbergs die ersten Reitturniere veranstaltet. Dieser Platz wurde 1930 mit Kiefern bepflanzt und nach dem 2. Weltkrieg dann als Turnierplatz abgelegt, den der Reitverein „Graf von Schmettow“ e.V. nutzt. Dieser Ortsteil an der Grenze zu Neddenaverbergen heißt „An der Fuchsfarm“. Den Namen verdankt er der Haltung von Silberfüchsen bis zum 2. Weltkrieg.

Im April 1945 wurden durch Beschuss sechs Gehöfte ganz und zwölf Hofstellen teilweise zerstört. Der für den Wiederaufbau benötigte Bausand wurde zum großen Teil aus einer Kuhle an der Hohener Dorfstraße entnommen. Diese Fläche stellt sich heute als Dorfplatz am Rande der Dünenbestände dar.

Auch hier macht sich die Dorferneuerung positiv bemerkbar. Da es sich bei dem Dorfplatz um ein attraktives Areal in zentraler Lage direkt am Aller-Radweg handelt, haben Gemeinde und GLL den Wunsch der Dorfbewohner nach einer Erweiterung des Angebots unterstützt.

Auf dem Platz, der durch Pflanzung heimischer Bäume und Sträucher sinnvoll gegliedert wurde, befindet sich jetzt ein Pavillion, eine Boulebahn, eine Seilbahn, Spielgeräte sowie eine Bolzfläche. Alles auch schnell erreichbar für die Jugendlichen, die im Keller des nebenan gelegenen Feuerwehrhauses ihr Domizil haben.

Das Leben im Dorf mit seinen fast 1000 Einwohnern wird durch Aktivitäten der Freiwilligen Feuerwehr, des Schützenvereins, des Heimatvereins, des TSV Lohberg und des Ernteclubs bereichert.

Einwohner Gesamt: 909

davon männlich: 462
davon weiblich: 447
 
 
(Berücksichtigt wurden alle Einwohner mit dem Hauptwohnsitz in der Gemeinde Kirchlinteln. Stand: 14.05.2009)
 

 

 


 

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